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Das Ende der Demokratie
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Politischer Witz
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Das Ende der Demokratie

1932 kam in Österreich ein neuer Mann an die Macht. Engelbert Dollfuß übernahm das Amt des österreichischen Bundeskanzlers. In einem Europa das zur Hälfte von Diktaturen beherrscht wurde, 1933 wurde die große Demokratie in Deutschland durch Hitler zerschlagen, entschied auch er sich für ein Ein-Parteien System und gegen die freie Demokratie.

Die Abschaffung des Parlaments

Als 1933 im österreichischen Parlament ein Streit über eine Abstimmung ausbrach und die drei Parlamentspräsidenten kurzfristig ihr Amt niederlegten, um bei der Abstimmung teilnehmen zu können, entschied Dollfuß, dass sich das Parlament somit selbst „ausgeschaltet“ hätte und verbot trotz heftiger Proteste der sozialdemokratischen Abgeordneten die Weiterarbeit des Parlaments. Kurz nach der Abschaffung des Parlaments, verbot Dollfuß auch gleichzeitig den Republikanischen Schutzbund, die Kommunistische Partei und die aufstrebende Nationalsozialistische Partei. Mit diesem Schritt hatte Bundeskanzler Dollfuß die Demokratie in Österreich abgeschafft, freie Wahlen gab es fortan nicht mehr.

Die Vaterländische Front

Nach dem Willen von Bundeskanzler Dollfuß sollte es in Österreich nur mehr eine Partei geben und so gründete er 1933 die „Vaterländische Front“. Die Vaterländische Front war eine „überparteiliche“ politische Organisation zur Zusammenfassung aller „regierungstreuen“ Kräfte Österreichs. Es hätten ihr also auch alle Sozialdemokraten angehören sollen, aber ihre Mitglieder waren vor allem Christlichsoziale, die dem Bundeskanzler gehorchten. Die Vaterländische Front verfügte über verschiedene Unterorganisationen, das Österreichische Jungvolk, ein volkspolitisches Referat für national Gesinnte, ein sozialpolitisches Referat für ehemalige Sozialdemokraten und über die im Oktober 1936 geschaffene „Frontmiliz“, in der die Mitglieder der verfeindeten Wehrverbände zusammenfinden sollten.

Anhaltelager für Gegner

So wie Hitler in Deutschland Konzentrationslager für seine Gegner errichtete, wurden ab 1933 auch in Österreich Lager für politische Gegner gegründet. In ihnen wurden Kommunisten, Nationalsozialisten und Sozialdemokraten eingesperrt. Im Gegensatz zu den deutschen KZ war es aber in den österreichischen Lagern nicht das Ziel, die Gegner zu ermorden. Das bekannteste Anhaltelager war in Wöllersdorf bei Wiener Neustadt.
Urheberrechte:
Foto: Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes Nr. 788-10(a)
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Auf der Wannseekonferenz wird die genaue Vorgehensweise bei der Ermordung aller europäischen Juden beschlossen.

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