Home
Alle Themen
Themenbereich
NS-Staat
Thema
Hitler kommt an die Macht
Dokumente
Wo ich leben möchte
Eine Heirat 1932
'Ich kann Stenographie'
'Die Wilhelmstraße gehört uns'
Dokument     Druckversion
'Die Wilhelmstraße gehört uns'
Joseph Goebbels, Reichsminister für Propaganda und Volksaufklärung. Im Hintergrund Männer der SS und SA.

Tagebucheintrag von Joseph Goebbels am 30. Januar 1933:

'Es ist fast wie ein Traum. Die Wilhelmstraße [Berliner Regierungsviertel] gehört uns. Der Führer arbeitet bereits in der Reichskanzlei. Wir stehen oben am Fenster und Hunderttausende und Hunderttausende von Menschen ziehen am lodernden Schein der Fackel am greisen Reichspräsidenten und jungen Kanzler vorbei und rufen ihnen Dankbarkeit und ihren Jubel zu. Mittags saßen alle im Kaiserhof und warteten (…) Der Führer ist zum Kanzler berufen. Er hat bereits in die Hand des Reichspräsidenten seinen Eid abgelegt. Die große Entscheidung ist gefallen. Deutschland steht vor seiner historischen Wende. Wir alle sind stumm vor Ergriffenheit. Jeder drückt dem Führer die Hand, und es ist, als würde unser alter Treuebund aufs neue beschlossen. Wunderbar, wie einfach der Führer in seiner Größe, und wie groß er in seiner Einfachheit ist (…) Magda [Ehefrau von Goebbels] angerufen. Sie springt bald an die Decke. (…) Der Reichstag wird aufgelöst. In vier Wochen finden Neuwahlen statt. (…) Maikowski erschossen. Ein Schupo [Schutzpolizist] ebenfalls. Von Kommune [Kommunisten]. Nun aber Schluß. Göring muß ausräuchern. Ins Bett. Tot hingefallen. Ausgeschlafen. Jetzt an die Arbeit. Wahlkampf vorbereiten. Der letzte. Den werden wir haushoch gewinnen (…).'

Urheberrechte:
Foto: USHMM 8539A; Lit.: Fröhlich (Hg.), Die Tagebücher von Joseph Goebbels, Bd. 1, S.356
WebGuide
Rückblick
Heute: 21. November 2018
Damals: 20. November 1945

In Nürnberg werden hohe Nazis vor Gericht gestellt. Manche erhalten die Todesstrafe, andere lange Freiheitsstrafen.

Mehr