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Spezialtipp 1: Das Interview
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Der Interview-Fragebogen
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Das Interview

Jeder Mensch hat eine Geschichte zu erzählen, doch nur viel zu selten nützen wir diese wertvolle Quelle. Ein lebensgeschichtliches Interview, wenn es gut gemacht wird, kann uns viele wertvolle Erkenntnisse bringen.

Unterhalte dich mit jemandem, der den Krieg selbst erlebt hat. So erfährt du am besten, wie das Leben damals war. Vielleicht möchte jemand aus deiner Familie (Großvater oder Großmutter) oder ein Bekannter etwas darüber erzählen.

1. Vorbereitung Überlege dir, wann und wo das Interview stattfinden soll. Plane auf alle Fälle genügend Zeit ein, damit du das Interview nicht genau dann abbrechen musst, wann es am spannendsten wird.

Überlege dir, ob du dich nach dem Interview mit einem kleinen Geschenk bedanken möchtest. Achte darauf, dass manche Menschen gewisse Sachen aus gesundheitlichen Gründen nicht essen dürfen.

Manchmal ist es auch wichtig, zu wissen wo sich gewisse Ereignisse abgespielt haben. Organisiere dir dafür einen Atlas oder eine Landkarte.

Vielleicht möchtest, du auch ein Foto von deiner/deinem Interviewpartner/in machen. Besorge für diesen Fall eine Kamera. (Wenn du das ganze Interview aufzeichnen möchtest, solltest du dir ein Aufnahmegerät besorgen und dich mit der Bedienung vertraut machen.)

2. Inhaltliche Planung Bevor du ein lebensgeschichtliches Interview führst, solltest du dir überlegen, was du eigentlich wissen möchtest. Versuche deine Fragen in Themenkreise zu gliedern, zum Beispiel: Kindheit, Krieg, Flucht, Nachkriegszeit, usw. Denke dir nun zu jedem dieser Themenkreise Fragen aus.

Fragen, die du immer stellen kannst: Wie alt waren sie als…? Wo waren sie als…? An was können sie sich noch erinnern?

Der Fragebogen Auch wenn du dein Interview auf Video aufzeichnest, ist ein Fragebogen unverzichtbar. Er führt dich durch das Interview und ist dein Notizzettel für alles was du dir merken möchtest.

3. Durchführung Wenn du deine/n Interviewpartner/in fotografieren oder aufnehmen möchtest, musst du sie/ihn um Erlaubnis bitten. Manche Menschen werden das vielleicht ablehnen, weil es ihnen unangenehm ist. Respektiere diesen Wunsch.

Nimm dir für das Interview Zeit und versuche, zuzuhören und so wenig wie möglich zu unterbrechen. Mache dir während des Interviews Notizen und frage bei Begriffen, die du nicht kennst, nach.

Vielleicht nimmt dein/e Interviewpartner/in Erinnerungsstücke von damals mit. Frage, ob du sie fotografieren kannst.

Bedanke dich am Ende des Interviews für die Zeit, die sich dein/e Interviewpartner/in für dich genommen hat.

4. Nachbereitung: Versuche nun, das Gehörte in einen Text zu fassen. Achte dabei darauf, dass du keine Sachen dazuerfindest, oder falsch darstellst. Frage dann lieber nach, ob du etwas auch wirklich richtig verstanden hast.

Dein Text wird um vieles interessanter, wenn du Bilder oder Fotos hinzufügst.

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